| Umfassende Sanierung auf engem Raum |
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| 04. Dezember 2009 (Zuletzt aktualisiert am 04. Dezember 2009) | |||
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Jeder kennt es, aber noch niemandem ist es aufgefallen: Das Eckhaus Kasernstraße / Ecke Leinritt. Eher unscheinbar hat sich dieses Haus in den letzten Jahren präsentiert. Einen außergewöhnlich hohen Sanierungsbedarf schien es auf den ersten Blick nicht zu haben. Auch stand das Gebäude in den letzten Jahren keineswegs leer. Daher dachte der Eigentümer, dessen Familie das Anwesen seit Generationen gehört, zunächst an eine Modernisierung der Elektro-, Heizungs- und Sanitärinstallationen sowie an Verbesserungen des engen und verschachtelten Grundrisses. Das aus diesen Ansätzen nunmehr eine umfassende Sanierung vom Keller bis zum Dach geworden ist, erklärt sich durch einen Blick in die Baugeschichte: Das heutige Gebäude stammt im Kern von 1730, wurde aber 1867 und 1926 jeweils erweitert. Ende der 1950er Jahre fand eine Modernisierung auf dem damaligen Stand der Technik statt. 1997 kam es zu einem Brand im ersten Obergeschoss und anschließend zur Renovierung dieses Stockwerkes. Stadtgeschichtlich interessant ist, dass hier vor 90 Jahren das Farbengeschäft „Ullmann" gegründet wurde, dass in nächster Nachbarschaft in der Elisabethenstraße noch heute besteht. Seit der Erbauung des Gebäudes bis in unsere Tage hatte eine umfassende Untersuchung des tatsächlichen Zustandes der gesamten Bausubstanz nie stattgefunden. Insbesondere fand bei den früheren Baumaßnahmen nie eine genauere Untersuchung des Tragwerkes statt. Wie Architekt Michael Jungkunst vor Ort erläuterte, traten im Laufe der Sanierung weitere Holzschäden zu Tage: Praktisch alle Holzbauteile im Fußboden und an den Türschwellen des Erdgeschosses waren vollkommen vermorscht und verfault. Auch die aufsteigende Holzkonstruktion bis hin zur Decke über dem Erdgeschoss war teilweise bis auf wenige Zentimeter Restholz weggefault. In der Holzkonstruktion des Obergeschosses waren im Laufe der Jahrzehnte immer wieder statisch notwendige Hölzer entfernt worden. Dadurch war es zu Verformungen der Dachkonstruktion gekommen. Von der Dachkonstruktion des Anbaus konnte überhaupt nichts erhalten werden. Alle diese Probleme waren über Jahrzehnte hinweg immer wieder dadurch kaschiert worden, dass insbesondere im Erdgeschoss immer neue Fußbodenkonstruktionen über den vorhandenen Fußboden gelegt worden waren. So waren im Laufe der Jahre bis zu 50 Zentimeter Raumhöhe verlorengegangen und die Masse an faulendem Holz immer größer geworden. Eine besondere Herausforderung während der ganzen Sanierungsmaßnahme in der Kasernstraße stellt nach Angaben von Michael Jungkunst die Tatsache dar, dass während der gesamten Bauzeit eine Wohnung im Gebäude bewohnt bleibt. Die Treppe ins Obergeschoss stand bislang schmal und steil mitten im Flur. Ein sinnvoller Wohnungszuschnitt war in allen Geschossen schwierig. Der Transport von Möbeln nahezu unmöglich. Der umgestaltete Grundriss sieht daher folgerichtig die Verlegung der Treppe und die Reduzierung von vier Wohnungen auf drei Wohnungen vor. So verwundert es am Ende nicht, dass die Sanierung des Objektes einen deutlichen sechsstelligen Betrag verschlingen wird und dass in die Sanierung dieses Hauses auch Städtebauförderungsmittel fließen werden. Aus diesem Grund war beim Medientermin auch Herr Thomas Beese von der Stadtsanierung der Stadt Bamberg anwesend. Er brachte seine Freude zum Ausdruck, dass der Bauherr dem Gebäude nunmehr die erforderliche umfassende Sanierung ermöglicht hat: „Es ist vorbildlich, dass Herr Ullmann hier vor Baubeginn einen sanierungserfahrenen Architekten eingeschaltet hat, um eine gut vorbereitete qualifizierte Sanierung durchzuführen und nicht nur Kosmetik zu betreiben." Beese nutzte die Gelegenheit auch zu einer kleinen Zwischenbilanz der Sanierungsinvestitionen im „Sand". Demnach sind in den letzten dreieinhalb Jahren neben den städtischen Investitionen in den öffentlichen Straßenraum und den staatlichen Investitionen in die Liegenschaften des Freistaates Bayern auch bereits rund drei Millionen Euro in private Investitionen geflossen. Dies zeigt, dass die Sanierung im Sand von einer breiten Aufbruchstimmung getragen wird.
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Umfassende Sanierung auf engem Raum

