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Sandgebiet im Internet digital erlebbar PDF Drucken E-Mail
04. Dezember 2009 (Zuletzt aktualisiert am 04. Dezember 2009)
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Große Teile des Sanierungsgebietes Sand können seit einigen Wochen interessierte Bürger mit der Internetsoftware Google Earth betrachten. Im Rahmen des Stadtmodellprojektes für das Welterbe Bamberg wurde der Bereich zwischen Dominikanerstraße und Markusbrücke nun für die Öffentlichkeit freigegeben.

Die Kleingliedrigkeit der Bebauung, die lebhafte Dachlandschaft und eine bewegte Geländeform waren die besonderen Herausforderungen für die „Erbauer" des virtuellen Stadtmodells im Stadtplanungsamt. Für die Erstellung waren umfangreiche Basisdaten notwendig. So haben Spezialisten der Universität Kaiserslautern Gebäudehöhen aus Orthofotos - das sind senkrechte Luftbildaufnahmen - gemessen und die Lage von Kaminen sowie Gauben auf den Dächern lokalisiert.

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Unter Zuhilfenahme der digitalen Flurkarte der staatlichen Vermessungsverwaltung und terrestrischer Vermessungsergebnisse des Messungstrupps der Stadt Bamberg wurde die Lage der aktuellen Bebauung abgebildet. Zusätzlich wurden noch Geländehöhen aus einer flugzeuggestützten Laserscannermessung verarbeitet. Daraus wurde dann ein detailliertes Geländemodell erzeugt, in das die vorher konstruierten Gebäudekörper platziert wurden.

Um dem Ganzen jedoch seine unverwechselbare Einmaligkeit zu verleihen, sind das Geländemodell, die Gebäude und die Dächer mit den entsprechenden Originaltexturen versehen worden. Dies bedeutete, dass alle Gebäudeteile fotografiert werden mussten. Ein Großteil der Fassaden wurde vom Boden aus aufgenommen, die Dächer stammen aus einer Befliegung mit Schrägaufnahmen. Doch damit war der Qualitätsanspruch der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Stadtmodells noch nicht erfüllt. Um einen möglichst ungestörten Eindruck der Gebäude zu erhalten, wurden alle störenden Objekte auf den Texturen, wie z. B. Autos oder Straßenmobiliar, herausretuschiert. Personen auf den Fotos wurden ebenfalls entfernt, um datenschutzrechtlichen Anforderungen gerecht zu werden. Alle Daten wurden dann in einem komplexen Arbeitsablauf zum 3D-Stadtmodell verarbeitet, das sich im Internet aus allen Blickrichtungen frei betrachten lässt. Neben aktuellen Gebäudedaten stehen dem Betrachter noch weitere Informationen zur Verfügung. Alle 1600 Denkmale in Bamberg können betrachtet werden. Die Flächen des Welterbes und des Stadtdenkmals sind darstellbar, Informationen zu Kirchen, Museen oder öffentlichen Gebäuden stehen ebenfalls bereit.

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Einen besonderen Höhepunkt bildet die so genannte 4. Dimension. Damit ist die Reise in die Vergangenheit möglich. Dies wird zum einen durch einen Katasterplan von 1822 und den „Zweidler-Plan" ermöglicht. Hierbei wurde der Versuch unternommen, anhand von Daten des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege und dem „Gründtlichen abriß der Statt Bamberg" von Petrus Zweidler aus dem Jahr 1602 ein historisches digitales Stadtmodell zu bauen. Das Projekt ist gerade im Bereich des Sandgebietes leider noch nicht vollständig und stellt zur Zeit noch einen Arbeitstand dar.

 

Um sich die dreidimensionalen Daten anzuschauen zu können, sind folgende Voraussetzungen notwendig: ein aktueller PC mit einer leistungsfähigen Grafikkarte sowie eine schnelle Internetverbindung. Außerdem muss die neueste Google Earth Version auf dem PC installiert sein. Mit der Datei „Bamberg.kmz" wird die Anwendung gestartet.

Viel Freude und Spaß bei der digitalen Entdeckung des Welterbes mit einem der schönsten virtuellen Stadtmodelle wünschen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Stadtplanungsamtes Bamberg.

Download "Bamberg.kmz"

 
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